Martin Miersch - Jahrgang 1955

- Stille Wasser
- Sisyphos in Gorleben




geboren im anhaltinischen Coswig, wuchs auf den weiten Uferwiesen im großen Elbbogen auf, wo er auf Bäume kletterte und mit Pferden und Hühnern befreundet war. Mit 21 Jahren floh er, des engstirnigen Kleinstadtlebens überdrüssig, in die große Kultur-Stadt Berlin, wo er sich in vielerlei Jobs ausprobierte, mal in seinem Beruf als Elektriker, mal als Beanstander in der Fließbandproduktion, mal als Aufzugsmonteur oder Jugendklubleiter, mal als Rechtsanwaltsgehilfe oder Industrie-Werbefilmer („500 Köpfe für 1000 Hände“ 1997).

Nach dem abgeschlossenen Literaturstudium am Leipziger Literaturinstitut wurde Martin 1990 freiberuflicher Autor, er schrieb Artikel und Rezensionen für Tageszeitungen (u.a. „Junge Welt“ und „taz“) und arbeitete als Synchronbuchautor für Fernseh-Soaps (u.a. „General Hospital“).

Bereits seit den 70er Jahren schrieb er Liedtexte und Stücke für die Kleinkunstbühne (neben TEEater u.a. auch für „Rotdorn“, „Sturmvögel“ und den „Oktoberklub“). Nebenher erschienen nach der Jahrtausendwende drei Bücher mit Kurzgeschichten: „Another Robin Hood“ (2002), „In flagranti … und andere Katastrophen“ (2004), „Jenseits des Rock’n’Roll“ (2007).